Website-Start
Domain, Hosting und E-Mail: Der Leitfaden für Ihre erste Website
Sie gründen ein Unternehmen oder brauchen zum ersten Mal eine Website? Hier sehen Sie Schritt für Schritt, was Sie brauchen, worauf Sie achten sollten und was es ungefähr kostet.
Kurz gesagt
Für eine Website brauchen Sie drei Dinge: eine Domain als Adresse, Hosting als Speicherplatz auf einem Server und meist E-Mail-Adressen mit Ihrer Domain. Oft bekommen Sie alles bei einem Anbieter. Rechnen Sie mit etwa 10 bis 30 € im Monat. Am wichtigsten ist, dass alles auf Ihr Unternehmen läuft und nicht auf eine Agentur oder einen Entwickler.
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Schritt 1
Die Domain.
Die Domain ist die Adresse Ihrer Website, zum Beispiel ihre-firma.de. Sie gilt auch für Ihre E-Mail-Adressen.
Den richtigen Namen finden
- Kurz, leicht zu merken und am Telefon gut zu buchstabieren
- Möglichst ohne Umlaute. ü, ö und ä machen bei E-Mail-Adressen oft Probleme.
- Bindestriche sind möglich, aber man vergisst sie leicht.
- Prüfen Sie vorher, ob der Name als Marke geschützt ist. Das geht kostenlos im Register des Deutschen Patent- und Markenamts.
Welche Endung?
- .de für Unternehmen, die vor allem in Deutschland arbeiten
- .com, wenn Sie international auftreten
- Weitere Endungen oder Schreibvarianten können Sie zusätzlich sichern. Nötig ist das selten.
Wem gehört die Domain?
Tragen Sie immer Ihr Unternehmen als Inhaber ein. Läuft die Domain auf eine Agentur oder einen Entwickler, kommen Sie bei einem Wechsel nur schwer an sie heran.
Kosten
Eine .de-Domain kostet etwa 5 bis 15 € im Jahr. Bei den meisten Hosting-Paketen ist sie enthalten. Achten Sie auf den Preis ab dem zweiten Jahr, das erste Jahr ist oft ein Lockangebot.
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Schritt 2
Das Hosting.
Beim Hosting mieten Sie Speicherplatz auf einem Server, auf dem Ihre Website läuft. Für WordPress reicht bei den meisten Firmenwebsites ein gutes Webhosting-Paket.
Worauf Sie achten sollten
- Serverstandort in Deutschland oder der EU
- Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AV-Vertrag) nach DSGVO, den der Anbieter bereitstellt
- SSL-Zertifikat inklusive, damit Ihre Website über https läuft
- Aktuelle PHP-Version, die Sie selbst wählen können
- Tägliche Backups, die sich einfach wiederherstellen lassen
- Erreichbarer Support auf Deutsch
- Mindestens 10 GB Speicher. Das reicht für die meisten Firmenwebsites.
Normales Webhosting oder Managed WordPress?
Normales Webhosting ist günstiger und reicht für die meisten Websites. Beim Managed WordPress Hosting kümmert sich der Anbieter zusätzlich um Updates, Sicherheit und Geschwindigkeit. Das lohnt sich vor allem, wenn sich sonst niemand um die Wartung kümmert.
Kosten
- Webhosting: etwa 5 bis 20 € im Monat
- Managed WordPress Hosting: etwa 15 bis 40 € im Monat
Viele Anbieter werben mit Preisen, die nur im ersten Jahr gelten. Rechnen Sie die Kosten für zwei bis drei Jahre zusammen und achten Sie auf die Vertragslaufzeit.
Nicht verwechseln: Website-Baukästen wie Wix oder Jimdo sind kein Hosting für WordPress. Wenn Ihre Website mit WordPress entstehen soll, brauchen Sie ein Hosting-Paket, auf dem sich WordPress installieren lässt.
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Schritt 3
Die E-Mail-Adressen.
Mit der eigenen Domain bekommen Sie Adressen wie info@ihre-firma.de. Dafür gibt es zwei Wege.
Beim Hosting-Anbieter
In den meisten Hosting-Paketen sind E-Mail-Postfächer enthalten. Das ist günstig und reicht für kleine Teams. Sie lesen Ihre Mails im Browser oder in Outlook, Apple Mail und auf dem Handy.
Microsoft 365 oder Google Workspace
Lohnt sich, wenn Sie zusätzlich gemeinsame Kalender, Videokonferenzen und Office brauchen. Kostet ab etwa 5 € pro Person und Monat.
IMAP statt POP3
Richten Sie Ihre Postfächer in Outlook oder auf dem Handy mit IMAP ein. Dann bleiben Ihre Mails auf dem Server und sind auf allen Geräten gleich. POP3 lädt Mails meist auf ein Gerät herunter, je nach Einstellung fehlen sie dann auf den anderen.
Damit Ihre Mails nicht im Spam landen
Die Einträge SPF, DKIM und DMARC weisen nach, dass Mails wirklich von Ihrer Domain kommen. Viele Anbieter richten sie automatisch ein. Fragen Sie nach oder lassen Sie es prüfen, wenn Ihre Mails häufig im Spam landen.
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Schritt 4
Was danach noch nötig ist.
- Impressum und Datenschutzerklärung: Für Websites von Unternehmen in Deutschland sind beide Pflicht. Für die Datenschutzerklärung gibt es Generatoren. Bei Unsicherheit hilft ein Anwalt.
- Zugangsdaten sicher aufbewahren: Notieren Sie, wo Domain, Hosting und E-Mail liegen, und speichern Sie die Zugänge in einem Passwort-Manager.
- Zugang für Ihren Entwickler: Legen Sie für ihn einen eigenen Zugang an, statt Ihr Passwort weiterzugeben. Passwörter gehören nicht in eine E-Mail.
Vermeiden
Typische Fehler.
- Die Domain läuft auf die Agentur statt auf Ihr Unternehmen.
- Das Hosting wird nach dem Preis im ersten Jahr ausgewählt.
- Postfächer sind mit POP3 eingerichtet, und Mails fehlen auf dem Handy.
- Es gibt keine Backups, oder niemand weiß, wie man sie zurückspielt.
- Beim Wechsel des Anbieters werden die DNS-Einträge nicht übernommen, und E-Mails kommen tagelang nicht an.
Glossar
Begriffe kurz erklärt.
- Domain die Adresse Ihrer Website, zum Beispiel ihre-firma.de
- Registrar der Anbieter, bei dem Sie die Domain registrieren
- Hosting oder Webspace Speicherplatz auf einem Server, auf dem Ihre Website liegt
- DNS das Adressbuch des Internets. Es legt fest, wohin Ihre Domain und Ihre E-Mails zeigen.
- MX-Eintrag der DNS-Eintrag, der bestimmt, wo Ihre E-Mails ankommen
- SSL und https verschlüsselte Verbindung, erkennbar am Schloss im Browser
- IMAP Abruf von E-Mails, bei dem alle Geräte denselben Stand haben
- AV-Vertrag Vertrag, in dem der Anbieter zusichert, Daten nach DSGVO zu verarbeiten
FAQ
Weitere Fragen.
Kann ich meine Domain später zu einem anderen Anbieter umziehen?
Ja. Sie fordern beim bisherigen Anbieter den sogenannten Auth-Code an und geben ihn beim neuen Anbieter ein. Damit Website und E-Mails ohne Unterbrechung weiterlaufen, sollten die DNS-Einträge beim neuen Anbieter vorher genauso eingerichtet sein. Planen Sie den Umzug nicht kurz vor wichtigen Terminen.
Was passiert mit meinen E-Mails, wenn ich den Hoster wechsle?
Die Postfächer ziehen nicht automatisch mit. Sie legen sie beim neuen Anbieter neu an und übertragen die vorhandenen Mails, zum Beispiel mit einem Umzugswerkzeug des Anbieters oder per IMAP in Outlook. Erst danach wird der MX-Eintrag umgestellt, damit keine Mail verloren geht.
Kann ich meine bestehende Domain behalten, wenn ich eine neue Website bekomme?
Ja, und das ist fast immer sinnvoll. Die Domain bleibt, nur der DNS-Eintrag zeigt danach auf das neue Hosting. Ihre E-Mail-Adressen ändern sich dabei nicht. Bei einem Relaunch sollten alte Seitenadressen auf die neuen weitergeleitet werden, damit Besucher und Google sie wiederfinden.
Brauche ich mehrere Domains, zum Beispiel .de und .com?
In der Regel nicht. Eine Domain reicht, und alle Inhalte laufen darüber. Weitere Endungen lohnen sich, wenn Sie Ihren Namen schützen wollen oder international auftreten. Diese leiten Sie dann auf Ihre Hauptdomain weiter.
Noch Fragen? Schreiben Sie mir. Ich antworte innerhalb eines Werktags.
Preise ungefähr, Stand Oktober 2026.